7 Erfolgsfaktoren

Die 7 Erfolgsfaktoren für ein gutes Fussballtraining

Regelmässiges Fussballtraining ist wichtig. Doch nicht nur allein die Regelmässigkeit ist im Fussball der entscheidende Faktor, um besser zu werden. Viel wichtiger ist es, dass ein Fussballtraining vor allem ein hohes Mass an Qualität beinhaltet. Es kommt ganz entscheidend darauf an, in welcher Weise ein Fussballtraining gestaltet wird, um auch wirklich Fortschritte aus dem Training erzielen zu können.

Natürlich ist „Fussballtraining“ ein sehr allgemeiner Begriff und kann auf ganz verschiedene Arten durchgeführt werden. Dennoch gibt es gewisse Tipps und Tricks, an denen man sich in jedem Training orientieren kann. Mit diesem Artikel möchte ich einmal diese 7, meiner Meinung nach wichtigsten Kriterien für ein erfolgreiches Fussballtraining darstellen und erläutern. Beginnen wir also:

Ein gutes Fussballtraining…

1. …ist richtig strukturiert und durchgeplant

Struktur und Planung ist auch im Fussball von grosser Bedeutung. Wer nicht plant, der kann auf längere Sicht nur sehr wenige, bis überhaupt keine Fortschritte erzielen. Die verschiedenen Übungen für das Training werden sich also nicht erst spontan auf dem Fussballplatz überlegt, sondern sollten schon Zuhause ausgiebig strukturiert und recherchiert worden sein.

Auch langfristig muss das Fussballtraining geplant werden. Woche für Woche sollten neue Trainingsschwerpunkte festgelegt werden, die Schritt für Schritt auf sich aufbauen und deshalb sinnvoll und nachvollziehbar sind. Ohne Struktur und Planung ist ein Training höchstens halb so effektiv. Wer sich schliesslich diesen Punkt erspart und seine Übungen dem Zufall überlässt, der verschenkt das grosse Potential von vollkommen aufeinander abgestimmten Fussball Trainingseinheiten.

2. …beinhaltet eine optimale Anzahl an Pausen bzw. Erholungszeiten
Die Wichtigkeit von Pausen und Erholungszeiten wird gerade im Fussball nur allzu oft unterschätzt. Und dabei erklärt es sich doch schon fast von selbst, dass erst in der Erholungsphase die Trainingsreize auch wirklich verarbeitet werden können. Sprich der Körper rüstet auf, die Leistungsfähigkeit steigt und das Training zeigt seine Wirkung.

Bleibt jedoch die Erholungszeit mehr oder weniger aus, und es folgt ein Training nach dem anderen, dann bewirkt ein so genanntes Übertraining genau das Gegenteil: Das Training macht den Körper im Falle eines Übertrainings nicht stärker und leistungsfähiger, sondern schwach und kraftlos. Häufig drohen dann schwere Verletzungen und ein Leistungsabfall für längere Zeit. Es ist also Vorsicht geboten. Auch ein Fussballtraining sollte passend dosiert durchgeführt werden.

Für eher Untrainierte Fussballspieler empfiehlt sich als Faustregel ein Tag Training, ein Tag Pause, ein Tag Training, ein Tag Pause, u.s.w.. Später kann man dann auch dahin übergehen, dass der Körper an den verschiedenen Trainingstagen jeweils ganz anders gefordert wird, sodass sich die vom Vortag beanspruchten Muskelgruppen weitgehend erholen können und nur sehr wenig beansprucht werden. Komplette Erholungstage können jedoch trotzdem nie ganz ersetzt werden und so eignet es sich besonders vor einem anstehenden Fussballspiel einen Tag lang nicht zu trainieren.

3. …ist abwechslungsreich und ausgeglichen
Monoton und eintönig sollte ein Fussballtraining niemals sein, denn gerade ein abwechslungsreiches Training lässt die Motivation um ein Vielfaches steigen. Dazu kommt noch, dass ein eintöniges und unausgeglichenes Fussballtraining ohnehin nicht sehr erfolgversprechend ist, sondern eher zum Leistungsabfall führt. Durch sich stets abwechselnde Trainingsübungen wird nicht nur der Körper leistungsfähiger, auch das Gehirn wird angeregt und bleibt fit.

Gerade wenn das Fussballtraining auf Dauer nur aus „Fussball spielen“ besteht, kann es sehr schnell langweilig und wenig erfolgversprechend werden. Es empfiehlt sich daher, auch mal etwas vollkommen Anderes zu machen, wie zum Beispiel Schwimmen bzw. Klettern gehen, um dadurch auch mal ganz andere Muskelgruppen zu trainieren, die beim alleinigen Fussballspielen in der Regel vernachlässigt werden.

Klar ist: Um ein Training abwechslungsreich und ausgeglichen zu gestalten, gibt es unzählige Möglichkeiten. Hier ist besonders Deine Kreativität gefragt. Es ist nicht schwierig, mal etwas anders zu machen und fördernd ist das allemal.

4. …ist an die eigenen fussballerischen Fähigkeiten genaustens angepasst
Auch dieser Punkt ist von immenser Wichtigkeit. Was bringt es Dir schliesslich, wenn Du für Dein Fussballtraining Übungen auswählst, die nicht Deinem derzeitigen fussballerischen Niveau entsprechen? Ein nicht auf Dich spezialisiertes Fussballtraining kann Dich sowohl überfordern, aber auch unterfordern. Egal, ob über- oder unterfordert, mit beiden Varianten trittst Du mit Deinem Training früher oder später auf der Stelle. Du kommst nicht weiter, nimmst keine Fortschritte war, bist unmotiviert und desinteressiert.

Das muss nicht sein!

Wichtig ist daher, mit seinem Fussballtraining immer in Balance zu bleiben und genau zu wissen, welche Trainingsreize vom Körper gerade benötigt werden und welche nicht. Ein an sich selbst angepasstes Training erfordert ein hohes Mass an eigenem Einschätzungsvermögen und Körperwahrnehmung. Aber keine Angst, diese Fähigkeiten eignet man sich mit der Zeit an, von Trainingswoche zu Trainingswoche. Kein Trainer der Welt kann besser in Dich hinein fühlen, wie Du selbst.

Du selbst kannst aus diesem Grund -natürlich nur mit entsprechender Erfahrung- am besten über Dein eigenes Training entscheiden und urteilen.

Denk doch mal ein wenig darüber nach, und Du wirst erkennen, was mit einer gut ausgebildeten Körperwahrnehmung so alles möglich ist…

5. …muss fordern und fördern
Nur wer von Training zu Training den Schwierigkeitsgrad immer wieder ein wenig höher schraubt, kann auch wirklich über eine längere Zeitspanne hinweg bemerkenswerte Erfolge erzielen. Die in Punkt 4. beschriebene Körperwahrnehmung und Selbsteinschätzung sind auch hierbei wieder ganz wichtige Faktoren.

Fordern sollte ein Fussballtraining nicht nur physisch, also körperlich, sondern auch mental, sprich das Gehirn sollte beim Training ebenfalls angesprochen werden. Dies gelingt einem zum Beispiel, wenn man die Fussballspieler beim Training ein wenig rechnen lässt. Man stellt dem Spieler dabei eine „kleine“ Matheaufgabe und deren Ergebnis entscheidet dann darüber, was als nächstes zu tun ist.

Die Spieler sollen dazu aufgefordert werden, selbstständig zu denken. Im Spiel ist schliesslich später Akteur zu einem gewissen Grad auf sich allein gestellt. Je mehr wir im Training also Spielraum für Kreativität ermöglichen, desto besser wird sich diese auch bei jedem Einzelnen Spieler entwickeln können.

Natürlich gibt es auch hierbei wieder Unmengen an Möglichkeiten um ein Fussballtraining physisch und psychisch anspruchsvoll zu machen.

6. …sollte möglichst Spass machen und motivieren
Auch der Spassfaktor darf beim Fussballtraining nicht vernachlässigt werden. Die besten Leistungen zeigen wir nämlich in der Regel, wenn wir gut gelaunt sind und Freude haben. Je mehr Spass Du beim Training hast, desto grösser ist auch Deine Motivation und desto besser werden auch Deine Leistungen im Fussball sein. Ich denke, Du konntest das sicherlich schon das eine oder andere mal an Dir selbst feststellen.

Wie können wir also beim Fussball so viel Spass wie möglich haben? Zum einen ist der Spassfaktor je nach Trainingsübung unterschiedlich. Der eine hasst Ausdauerläufe und der nächste möchte am liebsten nichts Anderes machen. Am meisten entscheidest Du jedoch selbst darüber, inwieweit Dir eine Übung Spass macht oder auch nicht. Es kommt auf Deine innere Stimme und Deine Gedanken an. Wenn Du Dir eine Übung, die Dir sonst nicht gefällt, innerlich schön redest, dann wird sie Dir definitiv leichter fallen, als wenn Du Dich innerlich davor fürchtest.

Unsere eigene Sichtweise bestimmt also zu einem Grossteil darüber, wie viel Spass wir bei gewissen Aktivitäten haben. Wir selbst können darüber entscheiden, wie wir über die Dinge denken wollen.

7. …sollte jeden Spieler in einer Mannschaft ansprechen
Besonders mit einem Kader von 20 Spielern aufwärts, wird es für einen Trainer immer schwieriger, für die Auswahl des Fussballtraining einen gemeinsamen Nenner zu finden. Das Training sollte schliesslich möglichst jeden Fussballspieler optimal fördern und verbessern. Es ist daher immer ein schmaler Grad auf dem man sich als Trainer mit der Auswahl von Trainingsübungen bewegt.

Fakt ist: Man kann im Mannschaftstraining nicht Jedem zu 100% gerecht werden. Irgendwann fühlt sich der ein oder andere Spieler im Training immer ein wenig über- bzw. unterfordert. Ein perfektes Mannschaftstraining gibt es also nicht. Man kann aber möglichst nahe dorthin gelangen. Um das zu schaffen, sollte man seine Mannschaft ganz genau kennen und ein Gefühl dafür bekommen, in welcher Verfassung sie sich an dem jeweiligen Tag befindet.

Wie Du diese 7 Faktoren am Beispiel von Fussball Konditionstraining genaustens umsetzen kannst, zeigt Dir zum Beispiel mein kostenloser Report unter: <goal-events.ch>

Zusammenfassung:

Wie man merkt, ist ein optimales Fussballtraining, gerade wenn man im Mannschaftsverbund trainiert, immer ein Drahtseilakt. Man kann nun leider nicht allen Spielern zu 100% gerecht werden. Dennoch muss man es versuchen, möglichst nahe an diese Idealvorstellung heran zugelangen.

Kurz zusammengefasst, sollte ein erfolgsorientiertes Fussballtraining also richtig strukturiert und durchgeplant sein, Zeit für Erholung und Pausen geben, abwechslungsreich sein, an die fussballerischen Fähigkeiten angepasst sein, muss sowohl fordern, als auch fördern, sollte so häufig wie möglich Spass machen und motivieren, und sollte, wie schon erwähnt, den Grossteil einer Mannschaft bestmöglich ansprechen.

Die soeben vorgestellten 7 Erfolgsfaktoren bilden zusammen einen Rahmen, in dem man jeden Fussball Trainingseinheit hinein betten sollte. So führt schlichtweg jedes Fussballtraining unweigerlich zum Erfolg.

In diesem Sinne freue ich mich!

Sportliche Grüsse

goal-events.ch

Wir setzen uns für die Förderung im Kinderfussball ein. Unser Motto:
1. Wir trainieren in Kleingruppen
2. Wir trainieren Altersgerecht
3. Gemeinsam trainieren wir auf ein Ziel hin